Fuku Info - aus den japanischen Nachrichten

24.04.2019

AKW Fukushima, Reaktor 3: weitere Brennelemente aus dem Abklingbecken geborgen

Wie der Betreiber Tepco am gestrigen Dienstag mitteilte, wurden am havarierten AKW Fukushima Daiichi weitere Brennelemente aus dem Abklingbecken von Reaktor 3 geborgen und mittels Transportbehälter zum Zusatzabklingbecken, das sich auf dem AKW-Gelände befindet transportiert. Somit wurden nun 7 ungebrauchte der insgesamt 566 Brennelemente geborgen. Die Bergung der ersten 4 Brennelemente hatte im Rahmen einer Testphase bereits am 15.04.2019 begonnen (antiatom-fuku berichtete). Die endgültige Entnahme, die aufgrund der hohen Radioaktivität über ferngesteuerte Kräne erfolgen muss, beginnt ab dem Sommer und dauert voraussichtlich bis Mitte 2020.

 

20.04.2019

AKW Fukushima – Tepco will Arbeitskräfte aus dem Ausland anheuern

Für die Aufräum- und Rückbauarbeiten am havarierten AKW Fukushima Daiichi will der Betreiber Tepco nun verstärkt Arbeitskräfte aus dem Ausland anheuern. Entsprechende Voraussetzungen bezüglich einer temporären Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis werden seitens der Regierung geschaffen.

Nicht nur Tepco, sondern auch die anderen AKW-betreibende Stromkonzerne, sowie die Bauindustrie suchen händeringend nach Arbeitskräften.

Die angeheuerten Arbeitskräfte, die nur zeitlich begrenzt in Japan verbleiben sollen, sollen laut Tepco am AKW Fukushima Daiichi für Aufräumarbeiten und am AKW Kashiwazaki Kariwa für Wartungs- und Reinigungsarbeiten eingesetzt werden. Hier ist die Wiederinbetriebnahme der Reaktoren 6 und 7 nach Beendigung der Nachbesserungsarbeiten vorgesehen. Am AKW Fukushima Daiichi sind zurzeit 4000 Leute pro Tag im Einsatz. Diese können aufgrund der erhöhten Strahlung jedoch nur zeitlich begrenzt für ein paar Wochen eingesetzt werden und kommen schon seit geraumer Zeit aus dem ganzen Land. Dennoch wird die Suche immer schwerer.

Bei den ausländischen Arbeitskräften, die nun angeheuert werden sollen, ist jedoch zu bedenken, dass bei bestehender Sprachbarriere die Erklärungen der Arbeitsabläufe, bzw. die vorgeschriebene Strahlenschutzschulung usw. kaum, bzw. gar nicht möglich sind. Außerdem ist es auch fraglich, ob die Subunternehmer und dessen Sub-Subunternehmer, die als eigentlichen Arbeitgeber infrage kommen, an einer „erfolgreich“ durchgeführten Strahlenschutzschulung der vorübergehenden Arbeitskräfte überhaupt interessiert sind, so dass sich die Arbeiter über die Gefahren der Radioaktivität, der sie ausgesetzt werden, gar nicht bewusst sind. Tepco selber fungiert „nur“ als „Auftraggeber“ und nicht als direkter Arbeitgeber, und kann sich dem entsprechend auch der Verantwortung ziehen.   

 

19.04.2019

Erhöhte Vulkangefahr für AKWs in der Fukui-Bucht

Trotz erhöhter Vulkangefahr am Berg Daisan, Präfektur Tottori mit einer vorausberechneten Schicht von 10 cm durch den Niederschlag der Vulkanasche in der Umgebung, die Wissenschaftler nun anhand einer Computersimulation berechneten, sieht die Atomaufsichtsbehörde NRA weiterhin keine nennenswerten Gefahren für die AKWs Ōi, Takahama und Mihama, Präfektur Fukui. Die Reaktoren 3 und 4 am AKW Ōi und die Reaktoren 3 und 4 am AKW Takahama sind bereits wieder in Betrieb. Für den Altreaktor 3 am AKW Mihama hat die NRA eine Laufzeitverlängerung für weitere 20 Jahre erteilt und defacto schon freigegeben. Zurzeit wird dieser jedoch noch technisch nachgerüstet.

Die Fukui-Bucht, wo sich die 3 o.g. AKWs, sowie weitere, auch bereits stillgelegte Reaktoren, inklusive des Schnellen Brüters Monju befinden, liegt nur 190 km nördlich des Vulkans Daisan. Allerdings sieht die NRA trotz der Neueinschätzungen der Gefahren durch die zunehmende Aktivität des Vulkans Daisdan keinen Handlungsbedarf bezüglich der AKWs Ōi, Takahama und Mihama.

 

16.04.2019

AKW Fukushima, Abklingbecken Reaktor 3: Bergung der Brennelemente hat begonnen

Am gestrigen Montag wurden am havarierten AKW Fukushima Daiichi die ersten 4 ungebrauchten von insgesamt 566 Brennelementen, die sich im Abklingbecken von Reaktor 3 befinden geborgen. Die Arbeiten, die wegen der hohen Strahlung komplett ferngesteuert ausgeführt werden müssen, dauerten bis zum frühen Abend an. Auch wenn statt der geplanten 7 nur 4 Brennelemente geborgen worden sind, verliefen die Arbeiten ohne Zwischenfälle.

Unter den 566 Brennelementen im Abklingbecken von Reaktor 3, befinden sich 52 ungebrauchte Brennelemente. Ursprünglich sollte die Bergung der Brennelemente sogar schon 2014 beginnen, was aufgrund der hohen radioaktiven Strahlung bisher noch nicht möglich gewesen ist. Auch jetzt nach über 8 Jahren seit Beginn der Reaktorkatastrophe liegt die Strahlung im Bereich des Abklingbeckens von Reaktor 3 immer noch bei 740 mS/h.

Wann die geschmolzenen Brennelemente aus dem Reaktordruckbehälter, der seit August 2010 auch mit 32 MOX-Brennelementen bestück worden ist, geborgen werden können, ist bisher noch unklar.   

Um die Brennelemente aus dem Abklingbecken zu bergen, das sich im oberen Stockwerk des Reaktorgebäudes befindet, werden diese unter Wasser in den Transportbehälter gesetzt. Der Behälter wird dann mittels Kran aus dem Reaktorgebäude gehoben, in 30 Meter Tiefe auf das bereitstehende Transportfahrzeug gelegt und zum Zusatzabklingbecken gefahren, das sich ebenfalls auf dem AKW-Gelände befindet.

Die Arbeiten erfolgen wegen der hohen Strahlung ferngesteuert und werden in einem separaten Kontrollraum überwacht. Sollte jedoch eine technische Störung am Entnahmekran auftreten, muss diese jedoch vor Ort, also im Gebäude repariert werden.

Die Arbeiten, die vorerst im Rahmen einer Testphase begonnen worden sind, werden nun evaluiert und im Juni fortgesetzt.

Siehe dazu auch das Video der ANN news (japanisch)

 

14.04.2019

Atompropagandistische Homepage „Atsumare! Genshiryokumura“ aus dem Netz entfernt

Eine neue Homepage, die „Atsumare! Genshiryokumura“ („Angetreten! Atomdorf“) die vom Verband der japanischen Atomindustrie (JAIF) ins Netz gestellt worden ist, erwies sich inhaltlich als äußerst unangemessen, so dass diese nach 5 Tagen, also am vergangenen Freitag zwangsweise geschlossen worden ist.

Denn die Homepage, „Atsumare! Genshiryokumura“, die auf propagandistische Art und Weise die Atomkraft verherrlicht, Unwahrheiten im Sinne der Kernenergie verbreitet und Gehirnwäsche im Sinne der Atomlobby betreibt, richtete sich hauptsächlich an Kinder und Jugendliche. In der breiten Masse stieß diese Homepage sofort auf heftigste Kritik.

Laut den Verantwortlichen der JAIF, die im Sinne der Atomindustrie für die „zivile Nutzung“ der Kernenergie wirbt, sollte die Homepage, die erst am 08.04.2019 online geschaltet worden ist, junge Leute von den angeblich positiven Seiten der seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima in Verruf geratenen Kernenergie „überzeugen“.

 

13.04.2019

AKW Fukushima, Reaktor 3: Bergung der Brennelemente beginnt in Kürze

Wie der Betreiber Tepco Ende dieser Woche ankündigte, sollen am havarierten AKW Fukushima Daiichi ab Montag die ersten Brennelemente aus dem Abklingbecken von Reaktorblock 3 geborgen werden. Die Bergungsarbeiten beginnen zunächst mit einer Testphase, bei der erst einmal 7 ungebrauchte Brennelemente, also eine Fuhre, geborgen werden soll. Anschließend wird der getätigte Vorgang evaluiert und die Arbeitsschritte ggf. verbessert. Ab Juni soll dann die Bergung der übrigen Brennelemente beginnen. Die Arbeiten, die aufgrund technischer Probleme mehrfach verschoben werden mussten, werden voraussichtlich 2 Jahre andauern.

Da der Vorgang aufgrund der hohen Strahlung lebensgefährlich ist, muss dieser über ferngesteuerte Kräne erfolgen. Unter den 566 zu bergenden Brennelementen, befindet sich auch eine unbekannte Anzahl an plutoniumhaltigen MOX-Brennelementen. Das Reaktorgebäude 3, das durch die Wasserstoffexplosion von 2011 sehr stark beschädigt worden ist, ist instabil und könnte im Falle eines erneuten stärkeren Erbebens einstürzen. Außerdem befindet sich das Abklingbecken im Obergeschoss, also in 30 Meter Höhe, was die Arbeit nicht gerade erleichtert.

Um zu verhindern, dass während der Bergungsarbeiten radioaktive Partikel in die Umwelt gelangen, wurde das Obergeschoss des Gebäudes, wo sich auch das Abklingbecken befindet, mit einer halbrunden Schutzhülle versehen. Um die Brennelemente aus dem Abklingbecken zu bergen, werden diese unter Wasser Stück für Stück zu siebt in einen Transportbehälter gesetzt, mit dem Kran gehoben und zum Zusatzabklingbecken, dass sich auf dem AKW-Gelände befindet transportiert.

Die Bergung der Brennelemente aus den Reaktoren 1 und 2, sowie die Bergung der Kernschmelzen der Reaktoren 1 bis 3 steht noch aus. Im Reaktor 4 hat sich keine Kernschmelze ereignet, da dieser zum Zeitpunkt der Reaktorkatastrophe aufgrund von Wartungsarbeiten leer war. Das Abklingbecken mit 1535 Brennelementen wurde 2014 bereits entleert. Die Reaktoren 5 und 6, die sich ebenfalls in Revision befanden, sind weitgehend unbeschädigt geblieben.

 

11.04.2019

AKW Fukushima: etwa 1,6 Mrd. Euro Gesamtkosten für 2019

Für das Fiskaljahr 2019 hat das Wirtschaftsministerium, das die Ausgaben für das havarierte AKW Fukushima Daiichi überwacht und genehmigt, einen Kostenplan für die Schadensbegrenzung und Rückbau des AKWs vorgelegt. Dem nach liegen die vorausberechneten Ausgaben für 2019 bei etwa 1,6 Mrd. Euro. Davon entfallen 385 Mio. Euro für den Austausch undichter Lagertanks, die Filterung des hochradioaktiv verseuchten Kühlwassers und Wartung der Anlagen. Für die Vorbereitung und Bergung der Brennelemente aus den Abklingbecken der Reaktoren 1 bis 3 werden etwa 200 Euro veranschlagt. 78 Mio. Euro werden für weitere Erkundungsmissionen, für die Vorbereitung der Bergung der geschmolzenen Brennelemente der Reaktoren 1 bis 3, 237 Mio. Euro für Personal- und Verwaltungskosten, sowie für die Öffentlichkeitsarbeit berechnet. Und 192 Mio. Euro werden für unerwartete Ereignisse, bzw. Zwischenfälle zurückgelegt.

Laut den Vorausberechnungen für die Jahre 2020 und 2021 werden die Gesamtkosten für das havarierte AKW Fukushima Daiichi bei etwa 1,9 Mrd. und 1,6 Mrd. Euro liegen.

 

07.04.2019

Fukushima: teilweise Freigabe der Ortschaft Ono ab 10.04.2019

Nach endgültigem Beschluss der Regierung, wird die Ortschaft Ono, zu der auch das havarierte AKW Fukushima Daiichi gehört, teilweise zur Wiederbesiedelung freigegeben. Die Aufhebung des Evakuierungsbefehls teilt sich in drei Abschnitte, was bedeutet, dass ein Teil der Ortschaft komplett für die Rückkehr, ein weiterer Teil unter Einschränkung (begrenzte Aufenthaltsdauer pro Tag) freigegeben wird. Der dritte Teil bleibt weiterhin Sperrzone.

In den komplett freigegebenen Abschnitten wurde eine Flächendekontamination durchgeführt. Diese Gebiete wurden nun seitens der Behörden für „sicher“ befunden, so dass eine Rückkehr angeblich möglich sei, und seitens der Regierung auch ausdrücklich erwünscht ist. Allerdings hält sich die Rückkehrbereitschaft, wie auch in den anderen bereits freigegebenen ehemaligen Evakuierungsgebieten sehr stark in Grenzen. Denn die Sorge bezüglich gesundheitlicher Folgen durch die erhöhte Radioaktivität ist entgegen offiziellen Behauptungen nämlich durchaus berechtigt.

Die Reaktorkatastrophe liegt gerade mal etwas mehr als 8 Jahre zurück und die Strahlenwerte in der Umgebung liegen immer noch weit über der Normgrenze von 1 bis 2 mSv/a. Teilweise liegen diese, vor allem in den nicht dekontaminierten Grünflächen und Wäldern sogar deutlich höher. Auch die dekontaminierten Wohngebiete weisen teilweise einen sprunghaften Anstieg der Radioaktivitätswerte bis zu 20 mSv/a und mehr auf. Das sind Werte, die laut der Regierung, die „20 mSv/a“ als Obergrenze für die ehemaligen Evakuierungsgebiete gesetzt hat, als durchaus zumutbar erachtet.

 

30.03.2019

Alaska, Beringstraße: radioaktive Partikel aus Fukushima

Ein Forscherteam aus Alaska hat Wasserproben aus dem Meer der Beringstraße (Meerenge zwischen Russland und Alaska/USA) gesammelt und analysiert. In den Proben wurde Cäsium137 in kleineren Mengen nachgewiesen, dass mit aller Wahrscheinlichkeit aus dem vor 8 Jahren havarierten AKW Fukushima Daiichi stammt. Gesammelt wurden die Proben auf hoher See und nahe der zu Alaska gehörigen, jedoch näher an der russischen Grenze gelegenen St. Lorenz Insel, die sich inmitten der Beringstraße befindet.  

 

27.03.2019

Strahlenflüchtlinge Fukushima: Bürgerklage erfolgreich

Nach einem Urteil, dass gestern am Landgericht Matsuyama, Präfektur Fukushima gefällt worden ist, müssen der Staat und der Stromkonzern Tepco, der das havarierte AKW Fukushima Daiichi zu verantworten hat, eine Schadensersatzsumme von knapp 220.000 Euro an 23 Strahlenflüchtlinge zahlen, die nach Eintritt der Reaktorkatastrophe 2011 aus ihrer verstrahlten Heimat Minamisoma evakuiert worden sind. Begründet wurde das Urteil damit, da bereits im Jahr 2002 ein mögliches größeres Erdbeben mit Tsunami für die Tohoku-Region (Nordostjapan) durch Geowissenschaftler prognostiziert worden ist. Allerdings wurde die Sicherheit am AKW Fukushima Daiichi seitens der Behörden nie infrage gestellt, bzw. keine sicherheitsrelevanten Nachbesserungen durch den Betreiber Tepco, z.B. der Bau einer höheren Tsunamischutzmauer, bzw. Umplatzierung der Notstromaggregate getätigt.  

 

24.03.2019

Stadt Higashidori erhält Spende von Atomkonzern

Wie auf einer Pressekonferenz Ende dieser Woche mitgeteilt wurde, haben die Hokuriku Elektrizitätswerke, die auch das AKW Higashidori, Präfektur Aomori betreiben, 3,2 Mio. Euro an den behördlichen Heimatverein der Stadt Higashidori gespendet. Offiziellen Angaben zufolge soll das Geld für Förderprogramme in der Kindererziehung, sowie weiterer Projekte investiert werden.

Das AKW Higashidori befindet sich seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 im Stillstand und wird zurzeit von der Atomaufsichtsbehörde NRA auf Erfüllung der gesetzlich festgelegten Sicherheitsanforderungen überprüft. Die Freigabe durch die NRA, sowie die Genehmigung der Stadt Higashidori und der Präfekturverwaltung erhoffen sich die Hokuriku Elektrizitätswerke für das Jahr 2021.   

Der Chef des AKWs, M. Ishii, betonte jedoch, dass die erhoffte Genehmigung für die angestrebte Wiederinbetriebnahme des AKWs nichts mit der Spende zu tun hätte. Die Spende sei lediglich, so Ishii, „weil der Stillstand des AKWs einen negativen Einfluss auf die lokale Wirtschaft habe, und man soziale Projekte, die aufgrund mangelnder Geldmittel zu kurz kämen, unterstützen wolle“. Auch der Bürgermeister der Stadt Higashidori dementiert jegliche Beziehung des Heimatvereins zur Atomwirtschaft, räumt jedoch ein, dass Higashidori in seiner Geschichte schon immer „abhängig“ von der Atomkraft gewesen ist.   

 

21.03.2019

Ortschaft Ono: Aufhebung des Evakuierungsbefehls

Mit Ono wird ab April eine weitere Ortschaft, die in direkter Nachbarschaft zum havarierten AKW Fukushima Daiichi liegt, zur Wiederbesiedelung freigegeben. Einige Teile der Ortschaft Ono werden dann komplett, andere mit Einschränkung freigegeben. Nach erfolgter Flächendekontamination wurden diese Gebiete seitens der Behörden nun für „sicher“ befunden und der Evakuierungsbefehl aufgehoben. Die Reaktorkatastrophe liegt gerade mal 8 Jahre zurück und die Strahlenwerte in der Umgebung liegen immer noch weit über der Normgrenze von 1 bis 2 mSv/a. Teilweise liegen diese, vor allem in den nicht dekontaminierten Grünflächen und Wäldern sogar deutlich höher. In den dekontaminierten Wohngebieten werden jedoch immer noch Radioaktivitätswerte bis zu 20 mSv/a erreicht. Werte, die laut der Regierung, die „20 mSv/a“ als Obergrenze für die wieder freigegebenen Evakuierungsgebiete gesetzt hat, als zumutbar erachtet.

Das neugebaute Rathaus wurde bereits fertiggestellt und die Infrastruktur wiederhergestellt, so dass die Freigabe der Ortschaft Ono, die ursprünglich für Mai geplant war (antiatom-fuku berichtete), um einen Monat vorgezogen worden ist. Allerdings hält sich die Rückkehrbereitschaft vieler ehemaliger Einwohner, die teilweise schon woanders niedergelassen haben, nicht ohne Grund sehr stark in Grenzen.     

 

17.03.2019

Klage gegen das AKW Ikata erneut gescheitert

Die Bewohner dreier zur Präfektur Yamaguchi gehörigen Inseln, die in 50 km Entfernung zum AKW Ikata, Präfektur Ehime liegen, wollten per Einstweiliger Verfügung einen sofortigen Betriebsstopp des Reaktors 3 am AKW Ikata erwirken.  Allerdings wurde die Klage durch das Landgericht Yamaguchi, wo der Fall bereits am vergangenen Freitag verhandelt worden ist, abgewiesen. Somit dürfen die betreibenden Shikoku Elektrizitätswerke den Reaktor, der unter anderem auch mit plutoniumhaltigen MOX-Brennelementen bestückt ist, weiterlaufen lassen.  

Begründet wurde die Klage der Bürger damit, dass sich das AKW Ikata in nur 130 km Entfernung zum Vulkan Aso, Präfektur Kumamoto befindet, die vor allem wegen zahlloser Erdbeben in die Schlagzeilen geriet (antiatom-fuku berichtete). Außerdem zeigt der Vulkan Aso in letzter Zeit vermehrt Aktivität.

Anders als die klagende Bürgerinitiative und unabhängigen Experten sehen die urteilenden Richter allerdings keine nennenswerten Gefahren in Bezug auf das AKW Ikata.  

 

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Nachrichtenarchiv und Quellen der Nachrichten

Weiter zurückliegende Nachrichten sind im Archiv zu finden.

 

Die Quellen der japanischen Nachrichten:

NPJ News, atombezogene Nachrichten aus ganz Japan, berichtet sehr objektiv und wahrheitsgemäß.

Tokyo shinbun, eine japanische Tageszeitung, die sehr realitätsnah und unzensiert berichtet.

Mai nichi shinbun, eine japanische Tageszeitung, die ebenfalls sehr wahrheitsgetreu berichtet.

NHK  ein großer japanischer Fernsehsender

Asahi shinbun  eine große japanische Tageszeitung

47news atombezogene Nachrichten aus ganz Japan

Täglicher Zustandsbericht am AKW Fukushima Daiichi, der durch den Betreiber Tepco erstellt wird

Täglicher Zustandsbericht am AKW Fukushima Daiichi, aus dem Jahr 2018

Täglicher Zustandsbericht am AKW Fukushima dai ichi, aus dem Jahr 2017

Täglicher Zustandsbericht am AKW Fukushima dai ichi aus dem Jahr 2016 und den Jahren zuvor.