Fuku Info - aus den japanischen Nachrichten

25.04.2018

AKW Fukushima, Schaffung einer Öffnung im Reaktorgebäude 2

Um die Entnahme der Brennelemente aus dem Reaktor 2 des havariertem AKWs Fukushima Daiichi vorzubereiten, wird nun im oberen Drittel des Reaktorgebäudes eine Öffnung mit einer Größe von 5 X 7 Metern in der 20 cm dicken Außenwand geschaffen. Dazu werden zunächst mehrere Löcher in die Wand gebohrt. Über die geschaffene Öffnung soll dann später der Grad der gesamten radioaktiven Verseuchung im Reaktorgebäude erfasst und die eigentliche Entnahme der Brennelemente vorbereitet werden. Die Arbeiten für die Schaffung der Öffnung werden voraussichtlich mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Das Gebäude von Reaktor 2 blieb nach Wasserstoffexplosion 2011 zwar äußerlich weitgehend intakt, weist aber im Inneren eine sehr hohe Radioaktivität auf.  

 

23.04.2018

AKW Sendai, Reaktor 2 wegen Routinewartung vom Netz

Am AKW Sendai, Präfektur Kagoshima wurde heute Morgen der Reaktor 2 zwecks Routinewartung abgeschaltet. Bereits in der Nacht um 1:00 Uhr wurde die Stromproduktion beendet und der Reaktor bis 5:00 Uhr komplett heruntergefahren. Neben der technischen Überprüfung, die auch eine grünliche Inspektion der Rohre des Sekundärkühlkreislaufs umfassen, soll ein Drittel der 164 Brennelemente ausgetauscht werden. Anlass der zusätzlichen Inspektion ist der Vorfall am AKW Genkai vom 30.03.2018 (antiatom-fuku berichtete). Die Wiederinbetriebnahme des Reaktors ist für Ende September vorgesehen. 

Der Reaktor 1, der seit Ende Januar wegen Wartung vom Netz ist, soll nach Informationen der Kyushu Elektrizitätswerke Anfang Juni wieder angefahren werden.

Somit sind landesweit noch 4 Reaktoren an 3 AKWs am Netz.

Währenddessen wird der ebenfalls von den Kyushu Elektrizitätswerken betriebene Reaktor 4 am AKW Genkai, Präfektur Saga zurzeit mit 193 Brennelementen bestückt. Dieser soll dann, genau wie der von den Kansai Elektrizitätswerken betriebene Reaktor 4 am AKW Ōi, Präfektur Fukui, Ende Mai wieder an Netz genommen werden.  

 

18.04.2018

Nach Störfall: AKW Genkai, Reaktor 3 produziert wieder Strom

Nach dem Zwischenfall vom 30.03.2018 (antiatom-fuku berichtete), wurde heute Nachmittag die Stromproduktion im Reaktorblock 3, AKW Genkai, Präfektur Saga wieder ausgenommen. Damals kam es zum Dampfaustritt aus einer durch Korrosion entstandenen Leckage einer Rohrleitung des Sekundärkreislaufs.

Wie die Kyushu Elektrizitätswerke heute mitteilten, wurde am Reaktorblock 3, der während der Reparaturarbeiten weiterhin im sogenannten Testbetrieb weiterlief, die Stromproduktion heute Nachmittag wieder aufgenommen. Die Leistung des Reaktors soll nun schrittweise gesteigert werden, so dass er ab Mitte Mai im regulären Leistungsbetrieb läuft.

Der Reaktor 4, der nach dem Zwischenfall ebenfalls genauer überprüft worden ist, soll ab dem 21.04.2018 mit Brennelementen bestückt werden und Ende Mai angefahren werden. Auch dort mussten 16 Rohre des Sekundärkreislaufs ausgetauscht werden.

Die Reaktoren 3 und 4, beides DWR, befanden sich, bedingt durch die Atomkatastrophe von Fukushima, über 7 Jahre im Langzeitstillstand. Reaktor 3, der erst in der Vorwoche wieder angefahren worden ist, lief mit einer Leistung von 75%, als sich der Zwischenfall vom 30.03.2018 ereignete.

 

Nahezu volle Abklingbecken an allen genehmigten Reaktoren

In allen 14 Reaktorblöcken der 7 AKWs, die bereits durch die Atomaufsichtsbehörde NRA freigegeben worden sind, bzw. Aussicht auf Freigabe nach einer Nachrüstung haben, und zum Teil auch schon wieder in Betrieb sind, ist die Kapazität der dazugehörigen Abklingbecken innerhalb der nächsten 10 Jahre erschöpft. Obwohl der Verbleib der weiterhin anfallenden Brennelemente, bzw. der in den Abklingbecken befindlichen Brennelemente nicht geklärt ist, wurde die Wiederinbetriebnahme genehmigt. So wurden bereits an 3 AKWs der Kansai Elektrizitätswerke 7 Reaktoren durch die NRA freigegeben, bzw. die Freigabe in Aussicht gestellt, wovon 3 Reaktoren auch schon wieder am Netz sind. Das Abklingbecken von Reaktor 4 am AKW Ōi, Präfektur Fukui, geplante Wiederinbetriebnahme am 09.05.2018, wird in den nächsten 5 bis 8 Jahren sogar schon seine maximale Kapazität erreichen.

Die Kapazität der Abklingbecken der von den Kyushu Elektrizitätswerken betriebenen Reaktoren 3 und 4 am AKW Genkai, Präfektur Saga wird sogar in den nächsten 3 bis 4 Jahren erschöpft sein. An den ebenfalls von den Kyushu Elektrizitätswerken betriebenen Reaktoren 1 und 2 am AKW Sendai, Präfektur Kagoshima werden es etwa 6 bis 10 Jahre sein, bis die Abklingbecken voll sind. Noch enger wird es an den von Tepco betriebenen Reaktoren 6 und 7 am AKW Kashiwazaki Kariwa, Präfektur Niigata. Dort wird, wenn beide Reaktoren wieder in Betrieb gehen dürfen, die Kapazität der Abklingbecken schon nach einem Jahr erschöpft sein. Die Freigabe für beide Reaktoren wurde durch die NRA jedoch schon zugesichert.

Im Zwischenlager und Aufbereitungsanlage Rokkasho, Präfektur Aomori wird zurzeit ein weiterer Trocken- und Nasslagerplatz für abgebrannte Brennelemente gebaut. Auch eine „Wiederverwertung“ der abgebrannten, hochradioaktiven Brennelemente ist geplant. Allerdings wurden bisher noch keine genauen Einzelheiten zum weitern Umgang mit den gebrauchten Brennelementen aus den jeweiligen AKWs festgelegt. Fest steht jedoch nur, dass an den laufenden Reaktoren im Rahmen der Routinewartung, die alle 13 Monate stattfindet, etwa ein Drittel der Brennelemente ausgetauscht werden müssen. Diese füllen dann die ohnehin schon vollen Abklingbecken.    

 

14.04.2018

Nach Zwischenfall am AKW Genkai: zusätzliche Inspektion für Reaktor 4

Nach einer Fachkonferenz, die gestern bezüglich des Zwischenfalls vom 30.03.2018 am AKW Genkai, Präfektur Saga gehalten worden ist, sollen nun auch am Reaktor 4, der in den nächsten Tagen eigentlich schon mit Brennelementen bestückt werden sollte, 16 Rohre des Sekundärkühlkreislaufs ausgetauscht werden. Denn auch hier wurde, genauso wie am Reaktor 3, nur eine Sichtprüfung von außen vorgenommen, so dass die Korrosionen unterhalb des Isoliermaterials nicht bemerkt worden sind. Reaktor 4 sollte nach Plänen der Kyushu Elektrizitätswerke Mitte Mai wieder in Betrieb genommen werden.  

Bei dem Zwischenfall vom 30.03.2018 kam es am AKW Genkai im Sekundärkreislauf von Reaktor 3, der in der Vorwoche erst wieder angefahren worden ist, zum Dampfaustritt aus einer durch Korrosion entstandenen Leckage (antiatom-fuku berichtete). Wann am Reaktor 3, der weiterhin im „Testbetrieb“ läuft, die Leistung gesteigert und Stromproduktion wieder aufgenommen werden darf, ist weiterhin unklar. Über das weitere Vorgehen liegt noch keine konkrete Entscheidung seitens der Behörden vor.

 

07.04.2018

AKW Sendai, Reaktor 1, Loch im Brennstab

Nachdem sich im März letzten Jahres ein Zwischenfall im Reaktor 1 am AKW Sendai, Präfektur Kagoshima ereignet hatte, wo radioaktives Jod131 ausgetreten ist (antiatom-fuku berichtete), wurde jetzt ein kleines Loch an einem Brennstab entdeckt.

Als der Vorfall im letzten Jahr entdeckt worden ist, erhöhte man lediglich die Messintervalle, um einen etl. weiteren Anstieg zu erfassen. Der Reaktor 1 wurde aber nicht außerplanmäßig heruntergefahren.

Seit Ende Januar befindet sich der Reaktor 1 in der Routinewartung, die auch etwas länger, und zwar bis Ende Mai andauern soll. Es werden nämlich alle 157 Brennelemente auf mögliche Mikrorisse überprüft. Bei dieser Überprüfung wurde jetzt ein kleines Loch an einem Brennstab entdeckt, aus dem das radioaktive Jod131 ausgetreten ist.

Die Brennstäbe, die zu 200 Stück zu einem Brennelement gebündelt sind, sind laufend einer hohen Belastung durch feinschlägige Vibrationen und Neutronenbeschuss ausgesetzt, so dass die Hüllrohre spröde werden, wodurch auch nun das besagte Loch entstanden ist.

An den Rohleitungen des Sekundärkreislaufes sind laut den Kyushu Elektrizitätswerken keine Korrosionen festgestellt worden. Daraufhin überprüft wurden Reaktor 1, der sich in Revision befindet, und Reaktor 2, der ab dem 23.04.2018 in Revision gehen soll.

Anlass für diese zusätzliche Überprüfung war der Vorfall am AKW Genkai, Präfektur Saga, der sich am 30.03.2018 ereignete, nach dem der Reaktor gerade mal eine Woche in Betrieb war. Damals wurden Undichtigkeiten durch Korrosion im Sekundärkreislauf von Reaktor 3 festgestellt (antiatom-fuku berichtete).  

 

06.04.2018

AKW Tokai 2, Tepco übernimmt ein Teil der Kosten für Reaktorsanierung

Wie die Atomaufsichtsbehörde NRA gestern in einer Sitzung bekannt gab, wird die betreibende Japan Atomic Power Company (JAPC) für das AKW Tokai 2, Präfektur Ibaraki eine Laufzeitverlängerung für weitere 20 Jahre erhalten, wenn der Reaktor, ein SWR, der im November 2018 die gesetzlich festgelegte Maximallaufzeit von 40 Jahren erreicht, entsprechend nachgerüstet wird.

Die bisher berechneten Kosten liegen jedoch schon bei etwa 1,3 MRD. Euro, einen Betrag den JAPC definitiv alleine nicht aufbringen kann. Denn der Konzern produzierte ausschließlich Atomstrom, und ist nun, da seine Reaktoren seit der Atomkatastrophe von Fukushima stillstehen nahezu pleite.

Nun kommt aber, wie die NRA mitteilte, finanzielle „Hilfe“ von Tepco und den Hokuriku Elektrizitätswerken, die die Kosten für die Nachrüstung übernehmen wollen. Der Betreiber Tepco, der auch das havarierte AKW Fukushima Daiichi zu verantworten hat, ist seit April 2011 selber insolvent, und wird quasi nur durch Steuergelder am Leben erhalten.  

 

03.04.2018

AKW Genkai, Loch durch Korrosion, mögliche Folgen auch für AKW Sendai

Am AKW Genkai, Präfektur Saga wurde nun die Ursache für das entstandene Loch in der Rohrleitung des Sekundärkühlkreislaufes von Reaktorblock 3 gefunden. Wie die Kyushu Elektrizitätswerke heute mitteilten, ist Regenwasser unter die Isolierung gelangt, so dass die darunterliegende Rohrleitung an der besagten Stelle durchgerostet ist.

Am Abend des 31.03.2018 kam es zum Dampfaustritt im Sekundärkühlkreislauf. Daraufhin wurde die Turbine gestoppt, und somit die Stromproduktion eingestellt. Der Reaktor wurde jedoch nicht vollständig heruntergefahren, so dass die Kernspaltung weiterhin aufrechterhalten wird (antiatom-fuku berichtete).

Die restlichen Rohre des Sekundärkreislaufes werden nun ebenfalls auf Korrosion untersucht. Die betroffene Rohleitung wird ausgetauscht.

Der Termin für Reaktor 4, der Mitte Mai wieder hochgefahren werden sollte, verschiebt sich weiter nach hinten. Denn auch dieser befand sich im Langzeitstillstand und soll nun auf korrodierte Rohrleitungen untersucht werden.

Der Vorfall könnte auch Auswirkungen auf das ebenfalls von den Kyushu Elektrizitätswerken betriebene AKW Sendai, Präfektur Kagoshima haben. Das AKW Sendai ist seit Herbst 2015 mit zwei Reaktoren wieder am Netz.

 

01.04.2018

AKW Genkai: Sekundärkreislauf von Reaktorblock 3 -  1 cm großes Loch

Nach dem es am 30.03.2018 am AKW Genkai, Präfektur Saga zum Dampfaustritt aus einer Rohrleitung des Sekundärkreislaufes gekommen ist (antiatom-fuku berichtete), wurde heute ein etwa 1 cm großes Loch an einer Rohrverbindung entdeckt. Es werde nun fieberhaft nach der Ursache für das Loch gesucht, so ein Sprecher der Kyushu Elektrizitätswerke heute Nachmittag. Wieviel Zeit das in Anspruch nehmen wird, ist noch völlig unklar. Solange bleibt der Reaktor vom Netz. Er wird jedoch weiterhin nicht komplett heruntergefahren, die Kernspaltung wird weiterhin in Gang gehalten.

 

31.03.2018

AKW Genkai: Störfall Reaktor 3

Gestern Abend um ca. 19:00 Uhr ereignete sich im AKW Genkai, Präfektur Saga ein Störfall im Reaktorblock 3. Mitarbeiter bemerkten bei einem Kontrollgang, dass Wasserdampf aus einer Rohrleitung des Sekundärkühlkreislaufs ausgetreten ist. Infolge dessen wurde die Turbine gestoppt und somit die Stromproduktion eingestellt. Laut den betreibenden Kyushu Elektrizitätswerken sei das kein großes Problem, Radioaktivität sei ebenfalls nicht ausgetreten.  

Der Reaktor 3, der nach über 7 Jahren Stillstand und ausgiebiger Sicherheitsüberprüfung durch die Atomaufsichtsbehörde NRA erst am 23.03.2018 wieder hochgefahren worden ist (antiatom-fuku berichtete), weist jetzt schon den ersten Störfall auf!

Nur die Turbine wurde gestoppt, der Reaktor selber wurde jedoch nicht heruntergefahren. Die Steuerstäbe wurden belassen, so dass die Kernspaltung weiterhin in Gang bleibt.

Je nachdem, wie schwerwiegend das Problem wirklich ist, könnte das auch Folgen für den Reaktor 4 haben, der nämlich Mitte Mai wieder hochgefahren werden soll.

 

30.03.2018

Osaka - Erneute Klage gegen das AKW Takahama abgewiesen

Eine erneute Bürgerklage gegen den Weiterbetrieb der Reaktoren 3 und 4 am AKW Takahama, Präfektur Fukui, die heute am Landgericht Osaka verhandelt worden ist, wurde abgewiesen, so dass die o.g. Reaktoren weiterhin am Netz bleiben dürfen. Der Hauptgrund für diese Klage ist die Sorge, dass das AKW Takahama in Anbetracht des Nordkoreakonfliktes von einer Rakete angegriffen werden könnte. Einen möglichen Raketenangriff hält der Richter jedoch für sehr unwahrscheinlich. „Sollte aber tatsächlich Gefahr durch einen nordkoreanischen Raketenangriff drohen, so der Richter, würde die Atomaufsichtsbehörde NRA den Betriebsstopp beider Reaktoren rechtzeitig anordnen“.

Das ist bisher der erste Fall, wo aufgrund eines möglichen Raketenangriffs gegen ein AKW geklagt wird. In all den bisherigen Fällen waren Erdbeben und Tsunami als Hauptgrund für eine Klage angeführt worden.

Gegen das AKW Takahama wurde bereits mehrfach geklagt. Nach einem Urteil vom Landgericht Fukui (04/2015 und vom LG Otsu (03/2016) mussten beide Reaktoren vom Netz. Das Urteil wurde jedoch Anfang 2017 wieder aufgehoben, so dass beide im Mai und Juni 2017 wieder hochgefahren werden durften (antiatom-fuku berichtete).

 

27.03.2018

AKW Ikata, Reaktor 2 – endgültige Stilllegung beschlossen

Der Reaktor 2 am AKW Ikata, Präfektur Ehime soll nach Informationen der betreibenden Shikoku Elektrizitätswerke endgültig Stillgelegt werden. Der Reaktor 2, ein DWR, der 1982 mit einer Leistung von 566 MW ans Netz ging, wurde im Januar 2012 zwecks Routinewartung heruntergefahren und steht seitdem still. Eine Nachrüstung gemäß den aktuellen Sicherheitsanforderungen wäre zu teuer, so dass sich dies in Anbetracht der Restlaufzeit von 4 Jahren, also bis 2022, nach erreichen der maximalen Laufzeit von 40 Jahren, finanziell nicht lohnen würde. Bei der Atomaufsichtsbehörde NRA einen Antrag auf Laufzeitverlängerung für weitere 20 Jahre zu beantragen, wurde zwar überlegt, erschien den Shikoku Elektrizitätswerken jedoch ebenfalls zu unwirtschaftlich, also zu teuer.

Reaktor 2 ist somit der 9. Reaktor, das AKW Fukushima Daiichi (6 Reaktoren) und der Schnelle Brüter Monju ausgenommen, der seit der Reaktorkatastrophe 2011 stillgelegt wird. Reaktor 1 wurde bereits 2016 stillgelegt. Und Reaktor 3, der nach Beendigung der Routinewartung im vergangenen Januar eigentlich wieder angefahren werden sollte, bleibt nach einem Gerichtsurteil (OLG Hiroshima 12/2017) vorerst vom Netz (antiatom-fuku berichtete).   

 

23.03.2018

AKW Genkai: Reaktor 3 wurde hochgefahren

Am AKW Genkai, Präfektur Saga wurde heute Vormittag um 11:00 Uhr der Reaktor 3 wieder angefahren. Laut den betreibenden Kyushu Elektrizitätswerken traten bisher keine Komplikationen auf.

Eine Sammelklage gegen die Wiederinbetriebnahme der Reaktoren 3 und 4 wurde am vergangenen Dienstag abgewiesen (antiatom-fuku berichtete), so dass Reaktor 3 heute wie geplant hochgefahren werden durfte.  

Der Reaktor 3, der bedingt durch die Atomkatastrophe von Fukushima 7 Jahre und 3 Monate stillstand, soll zunächst im Testbetrieb und dann ab Ende April im regulären Leistungsbetrieb laufen. Er ist mit 161 Uran- und 32 MOX-Brennelementen bestückt und nun der 7. Reaktor, der landesweit nach Freigabe durch die Atomaufsichtsbehörde NRA wieder hochgefahren worden ist. Da der Weiterbetrieb des Reaktors 3 am AKW Ikata, Präfektur Ehime, per Gericht untersagt worden ist, und sich Reaktor 1 am AKW Sendai, Präfektur Kagoshima in der Routinewartung befindet, laufen derzeit „nur“ 5 Reaktoren an 4 AKWs (siehe AKW-Status).    

 

20.03.2018

Klage abgewiesen, AKW Genkai darf ans Netz

Nach dem eine Bürgerinitiative aufgrund der erhöhten Gefahren durch die umliegenden Vulkane gegen die Wiederinbetriebnahme der beiden Reaktoren 3 und 4 am AKW Genkai, Präfektur Saga geklagt hatten, wurde der Fall heute am Landgericht Saga verhandelt. Die Klage wurde jedoch abgewiesen, so dass Reaktor 3 am kommenden Freitag, und Reaktor 4 im Mai, wie geplant hochgefahren werden darf. Reaktor 3 ist neben 161 Uranbrennelementen auch mit 32 MOX bestückt.

Obwohl die umliegenden Vulkane vor allem in letzter Zeit vermehrt Aktivität zeigen (antiatom-fuku berichtete), sahen die Richter keinen Handlungsbedarf, so dass das AKW Genkai weiter betrieben werden darf. Auch die räumliche Nähe zur Großstadt Fukuoka und weiteren Ortschaften, sowie den allgemeinen Gefahren bei fehlender Notwendigkeit des AKWs stellt für die Richter jedoch kein Problem dar. Die betreibenden Kyushu Elektrizitätswerke verbuchten das heutige Urteil als Erfolg.

 

18.03.2018

AKW Genkai: Gericht entscheidet über Wiederinbetriebnahme

Ob der Reaktor 3 am AKW Genkai, Präfektur Saga am kommenden Freitag, und der Reaktor 4 im Mai wieder hochgefahren werden darf, wird am kommenden Dienstag, 20.03.2018 am Landgericht Saga erst noch entschieden. Geklagt hatte eine Bürgerinitiative, die nun per einstweiliger Verfügung ein Betriebsverbot beider Reaktoren erwirken will. Begründet wird die Klage aufgrund der erhöhten Gefahr durch umliegende Vulkane, wie z.B. der kürzlich aktiv gewordene Vulkan Shimoedake der Kirishima-Berggruppe (antiatom-fuku berichtete).   

Erst kürzlich wurde der Weiterbetrieb eines AKWs aufgrund aktiver Vulkane per Gericht untersagt. Davon betroffen ist der Reaktor 3 am AKW Ikata, Präfektur Ehime, dessen Wiederinbetriebnahme im Dezember 2017 durch das OLG Hiroshima vorerst bis September 2018 untersagt worden ist (antiatom-fuku berichtete). Denn der immer wieder aktive Vulkan Aso, Präfektur Kumamoto liegt nur 130 km südlich vom AKW Ikata entfernt, und stellt somit eine Gefahr z.B. durch Lavapartikel, die mit der Rauchwolke durch die Luft getragen werden dar.  

Die betreibenden Kyushu Elektrizitätswerke, die das AKW Genkai bezüglich der umliegenden Vulkane für absolut sicher halten, sehen dem Gerichtsverfahren am Dienstag eher gelassen entgegen.   

 

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Nachrichtenarchiv und Quellen der Nachrichten

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Die Quellen der japanischen Nachrichten:

NPJ News, atombezogene Nachrichten aus ganz Japan, berichtet sehr objektiv und wahrheitsgemäß.

Tokyo shinbun, eine japanische Tageszeitung, die sehr realitätsnah und unzensiert berichtet.

Mai nichi shinbun, eine japanische Tageszeitung, die ebenfalls sehr wahrheitsgetreu berichtet.

NHK  ein großer japanischer Fernsehsender

Asahi shinbun  eine große japanische Tageszeitung

47news atombezogene Nachrichten aus ganz Japan

Täglicher Zustandsbericht am AKW Fukushima Daiichi, der durch den Betreiber Tepco erstellt wird

Täglicher Zustandsbericht am AKW Fukushima dai ichi, aus dem Jahr 2017

Täglicher Zustandsbericht am AKW Fukushima dai ichi aus dem Jahr 2016 und den Jahren zuvor.