In Deutschland und dem Umland

04.02.2019

INF-Vertrag aufgekündigt

Nun hat auch Russland den INF-Vertrag aufgekündigt, so dass ein nukleares Wettrüsten nicht nur im Machtkampf zwischen USA und Russland zum erneuten Problem wird, sondern auch China, Pakistan, Iran und Nordkorea, die ebenfalls nicht auf ihr Atomprogramm verzichten wollen.

Siehe dazu den Artikel der Süddeutschen Zeitung

 

27.01.2019

USA – Russland: Droht ein neues Wettrüsten?

Möglichweise steht der Abrüstungsvertrag INF, der 1987 zwischen Russland und USA geschlossen worden ist, vor dem Aus. Denn bei der Nato-Konferenz, die am Freitag in Brüssel stattfand, machten sich Russland und USA bezüglich der Atomwaffen nur gegenseitige Vorwürfe, ohne dass es zum gegenseitigen Einlenken gekommen ist. Somit wird ein erneutes Wettrüsten, wobei möglicherweise auch in Deutschland weitere atomare Raketen stationiert werden könnten, immer wahrscheinlicher.

Siehe dazu den ausführlichen Artikel des NDR.

 

18.01.2019

Lingen: Nach Brand baldiges Aus für die Brennelementefabrik

Nach dem es am 06.12.2018 in der Brennelementefabrik der Firma Framatome (früher Areva) gebrannt hatte, worüber zunächst sehr widersprüchliche Angaben gemacht worden sind, (antiatom-fuku berichtete) kommt nun nach und nach die Wahrheit ans Licht. Entgegen ersten Behauptungen seitens der Framatome war nämlich sehr wohl der nukleare Bereich betroffen! Dort ist es nach einer Verpuffung zum Brand in einem Labor gekommen, wobei etwa 1000 Liter uranhaltiges Wasser ausgelaufen sind.

Mittlerweile erwägt die französische Firma Framatome sogar das Werk in Lingen zu schließen.

Siehe dazu auch den ausführlichen Bericht der IPPNW.

 

29.12.2018

2018: Insgesamt 79 Störfälle an deutschen AKWs

Kurz vor Jahresende wurden für 2018 insgesamt 79 Störfälle gemeldet. Spitzenreiter ist das AKW Brokdorf mit 10, dicht gefolgt von den beiden AKWs Grohnde und Brunsbüttel mit jeweils 8 meldepflichtigen Störfällen.

Zurzeit sind deutschlandweit 7 Reaktoren am Netz.  

Siehe dazu den NDR-Bericht mit Video.   

 

17.12.2018

AKW-Neubauprojekt in England auf Eis gelegt

Der japanische Konzern Hitachi, der sich an einem Neubauprojekt zweier Reaktoren in England beteiligen wollte, hat dieses nun auf Eis gelegt. Grund hier für sind die sprunghaft angestiegenen Kosten. Denn seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011, sind die Sicherheitsstandards für AKWs weltweit verschärft worden, was nun mit entsprechend höheren Kosten, vor allem für AKW-Neubauten verbunden ist. Dies erhöht nun das wirtschaftliche Risiko, das die Nuklearfirma Hitachi, so die Geschäftsführung, nicht weiter eingehen will.

Nicht nur Hitachi, sondern auch die Nuklearfirma Mitsubishi will in Anbetracht der sprunghaft angestiegenen Kosten keine wirtschaftlichen Risiken mehr eingehen, weshalb Mitsubishi aus dem von Machthaber Recep Tayyip Erdoğan (AKP) vorangetriebenen AKW-Neubauprojekt in der Türkei kürzlich ausgestiegen ist.

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe (LDP) hält jedoch immer noch, trotz fehlender Wirtschaftlichkeit und der Risiken, weiter an den Exportgeschäften der Nukleartechnologie fest.  

 

08.12.2018

Feuer in Brennelementefabrik Lingen – uranhaltige Flüssigkeit gebrannt?

In einem Labor der Nuklearfirma Framatom in Lingen ist Feuer ausgebrochen. Auch wenn dieses mit einem CO²-Löscher zunächst gelöscht werden konnte, löste dieser Vorfall jedoch einen Großalarm bei der Feuerwehr aus.

Bereits in der vergangenen Woche gab es bei Framatom einem meldepflichtigen   Störfall, der laut Informationen des NDRs auch nicht der erste sei.

Die Firma Framatom, nicht weit vom AKW Lingen-Emsland, stellt Brennelemente her, die u.a. auch an die umstrittenen AKWs Tihange und Doel in Belgien geliefert werden.

Laut Framatom habe während des Brandes keine Gefahr für die Anwohner bestanden. Eine erhöhte Radioaktivität wurde laut der Feuerwehr ebenfalls nicht gemessen. Dennoch warnen Umweltverbände vor den Weiterbetrieb dieser Anlage, zumal die Brandursache angeblich noch unklar sei, aber der Verdacht besteht, dass nämlich ein Gerät mit uranhaltiger Flüssigkeit gebrannt haben soll.

Siehe dazu den Artikel und Video des NDR

 

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