Radioaktivität

Die Tücke der Radioaktivität

Das Gefährliche an der Radioaktivität ist unter anderem auch die Tatsache, dass man „nichts merkt". Denn der Mensch hat keine Sinnesorgane um Radioaktivität wahr zu nehmen.

Und wenn doch, dann würden man es erst ab einer hohen Dosis merken, wenn die ersten Symptome, wie Übelkeit und Erbrechen auftreten. Hier liegen wir aber auch schon in Dosisbereichen, die mit einer schwereren oder tödlichen Strahlenkrankheit einher gehen.

Radioaktivität ist grundsätzlich gefährlich! Eine „unbedenkliche" Untergrenze gibt es nicht! Schon im Niedrigbereich kann eine dauerhafte Strahlenbelastung gesundheitliche Schäden verursachen.

Und es ist auch zu berücksichtigen, dass zum Beispiel Säuglinge und Immungeschwächte deutlich empfindlicher sind als ein gesunder kräftiger junger Mann.

Zum Vergleich kann man ja auch beim Tabakkonsum keine Untergrenze für die tägliche Zigarettenmenge festlegen, die man bedenkenlos rauchen kann ohne Krebs zu bekommen. Das ist auch bei jedem Menschen anders.

Somit wissen wir, was der Biologe und Genetiker Hermann Joseph Muller (s.u.) bereits beschrieb, dass Radioaktivität auch schon in geringen Dosen, zum Beispiel im Rahmen der dauerhaften Niedrigstrahlung in der Umgebung von Kernkraftwerken, gesundheitliche Schäden anrichten kann.

 

Hermann Joseph Muller – Mutationen durch radioaktive Strahlung 

Der US-amerikanische Biologe und Genetiker Hermann Joseph Muller (1890 – 1967) beschrieb bereits 1927 genetische Mutationen, die durch radioaktive Strahlen hervorgerufen worden sind. In seiner Studie bewies er auch, dass das Erbgut durchaus durch Strahlung, auch in niedriger Dosierung verändert werden kann. Für diese Entdeckung erhielt er 1946 den Nobelpreis für Medizin.

Für Atombefürworter war er jedoch ein Dorn im Auge, die nun versuchten, seine Thesen zu „widerlegen“. Weitere Studien unabhängiger Wissenschaftler bestätigen seine Aussagen jedoch.

 

Letzte Änderung: 11/2020