2020 In Deutschland und dem Umland

Archiv aus dem Jahr 2020 in umgekehrter Chronologie. Das heißt: Das aktuellste folgt zuerst.

 

29.12.2020

Stärkeres Erdbeben, Notabschaltung im AKW Krsko, Slowenien

In Kroatien hat sich heute Nachmittag ein Erdbeben der Stärke 6,4 auf der Richterskala ereignet. Das Epizentrum lag in der Nähe von Zagreb. Auch in den Nachbarländern, vor allem in Slowenien, war das Beben deutlich zu spüren. Dort kam es im AKW Krsko zu einer Notabschaltung, die laut dem Betreiber jedoch „nur vorsichtshalber“ ausgeführt worden sei.

Das AKW Krsko, bestehend aus einem DWR, der schon seit 1981 in Betrieb ist, befindet sich auf seismisch aktivem Gebiet, weshalb es nicht nur im benachbarten Österreich heftig umstritten ist. Allerdings soll der bereits in die Jahre gekommene störanfällig gewordene Reaktor noch bis 2043! am Netz bleiben.

Siehe dazu auch den Bericht der österreichischen Nachrichtenagentur Krone

 

12.11.2020

Iran: nicht deklarierter Atomstandort, IAEA verlangt Aufklärung

In einer Einrichtung, die nicht als Atomstandort deklariert wurden ist, wurden Uranteilchen gefunden. Erklärungsversuche seitens der iranischen Regierung sind jedoch unglaubwürdig, so die IAEA.  

Siehe dazu den Bericht der DW online.

 

02.11.2020

Hafen Nordenham: Castoren aus Sellafield angekommen

Heute ist das Schiff mit den 6 Castoren aus Sellafield im Hafen Nordenham eingelaufen. Die Castoren sollen nun über den Schienenweg zum Zwischenlager am AKW Biblis transportiert werden. Der Castortransport wurde zunächst wegen der Coronapandemie verschoben (antiatom-fuku berichtete).

Siehe dazu den Bericht und das Video des NDR.

 

26.10.2020

Klimawandel als Argument für den Fortbestand der AKWs?

Die Zeit drängt. Deutschland hat sich beim Kampf gegen den Klimawandel viel vorgenommen und will die CO2-Emmission deutlich senken. Wäre es da nicht sinnvoll an der Kernenergie festzuhalten? Dieser Frage, dessen Antwort ganz klar „nein“ lautet, ist der Nachrichtensender ntv in seinem Artikel „Kernenergie gegen Klimawandel - Wäre es klüger, bei Atomkraft zu bleiben?“ einmal genau nachgegangen.

 

20.10.2020

Castor-Transport durch Deutschland wegen „Corona“ ggf. abgesagt

Für Ende dieses Monats ist der Transport von 6 Castoren von Niedersachsen nach Bayern geplant, also einmal quer durch Deutschland. Hier sollen abgebrannte Brennelemente zum Zwischenlager am AKW Biblis transportiert werden.

Unter Atomkraftgegner sind solch gefährliche Atommülltransporte bei fehlendem Endlager, also nur eine Verschiebung von Zwischenlager zu Zwischenlager ohnehin nicht vertretbar. Nun kann es jedoch sein, dass die Transporte möglicherweise wieder abgesagt werden. Grund dafür sind jedoch nicht die nuklearen Gefahren, sondern die wieder deutlich ansteigenden Coronazahlen.

Siehe dazu Artikel und Video des NDR.

 

28.09.2020

Deutschland, Zwischenbericht für Endlagersuche liegt vor

Laut dem Zwischenbericht, den die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) heute Vormittag vorstellte, haben 90 Gebiete in Deutschland, bzw. 54% der Landesfläche günstige geologische Voraussetzungen für ein mögliches Atommüllendlager. Auch wenn die Vorgehensweise der BGE teilweise umstritten ist, ist man dort aber zumindest zu der Einsicht gekommen, dass sich der über viele Jahre favorisierte Salzstock Gorleben nicht als Endlager eignet. Gorleben war quasi schon vor vielen Jahren als Endlager vorgesehen, entsprechende Umbauarbeiten liefen bereits, allerdings hatten unabhängige Experten schon mehrfach belegt, dass der Salzstock Gorleben geologisch unsicher ist, was in der Politik jedoch über viele unterschiedliche Bundesregierungen hinweg dementiert worden ist.

„Die geologischen Voraussetzungen sein in Deutschland sehr günstig, so dass man einen sicheren Standort mit allen nötigen Voraussetzungen finden wird“, so ein Sprecher der BGE. Das bedeutet jedoch noch keine konkrete Standortauswahl. Als nächster Schritt werden nun die sogenannten möglichen Gebiete untersucht und weiter eingegrenzt. Bis 2031 soll dann ein Standort gefunden sein und ab 2050 der erste Atommüll unterirdisch eingelagert werden.

Siehe dazu auch den Bericht und Video der Tagesschau online.

 

27.09.2020

„Mögliche“ Standorte für Atommüllendlager in Deutschland

Nach dem die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) über drei Jahre hinweg ein Konzept erarbeitet hat, soll am morgigen Montag nun bekannt gegeben werden, welche Gebiete sich für ein Atommüllendlager „eignen“ würden.

Siehe dazu den Artikel von Spiegel Wissenschaft online.

 

05.09.2020

Iran besitzt 8 Mal mehr Uran als laut Vertrag erlaubt

Nach Informationen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA verfügt die Islamische Republik Iran über acht Mal so viel angereichertes Uran, als im Atomabkommen von 2015 als maximale Höchstmenge „vereinbart“. Dem entsprechend ist die internationale Gemeinschaft nun sehr besorgt, zumal die Regierung in Teheran auch keine Kontrollen durch die IAEA zulässt.

Siehe dazu den Artikel der DW

 

21.08.2020

US-Bericht: Nordkorea besitzt neben Atom- auch Chemie- und Biowaffen

Nach einem Bericht des US-Verteidigungsministeriums verfüge Nordkorea aktuell über knapp 60 Nuklearwaffen und ein großes Chemiewaffenarsenal, sogar dem drittgrößten der Welt. Darunter auch Biowaffen, wie dem Milzbranderreger, der als Waffe eingesetzt flächendeckend Leute auslöschen kann.

Siehe dazu den Bericht des KBS World Radio.

 

04.08.2020

Nordkorea verfügt wahrscheinlich über neuentwickelte Atomsprengköpfe

Aktuellen UN-Berichten zufolge, wird sehr stark vermutet, dass Nordkorea über neuentwickelte Atomsprengköpfe verfügt, die auch problemlos auf ballistische Raketen transportiert werden können.

Trotz der internationalen Sanktionen setzt Machthaber Kim Jong Un sein Atomprogramm fort.

Siehe dazu den ausführlichen Artikel der Tagesschau online.

 

13.07.2020

AKW Neckarwestheim, Reaktor 2 – sicherheitsrelevante Schäden!

Im Reaktorblock 2 am AKW Neckarwestheim, der sich zurzeit in der jährlichen Revision befindet, wurden, wie von unabhängigen Experten bereits vermutet, erneut Korrosionsschäden an den Heizrohren der Dampferzeuger festgestellt. Bei sieben Rohrleitungen handelt es sich sogar um sicherheitsrelevante Schäden! 19 weitere Rohre hingegen weisen „nur“ kleinere Korrosionsschäden auf.

Die sieben stark korrodierten Rohre wurden außer Betrieb genommen. „Im Vergleich zum Vorjahr die Anzahl der schadhaften Rohrleitungen der Dampferzeuger deutlich abgenommen, so dass der Reaktor weiterhin sicher betrieben werden könne“, so die betreibende EnBW.

 

30.06.2020

Geschafft! AKW Fessenheim endgültig vom Netz

Das in die Jahre gekommene französische AKW Fessenheim, das direkt an der deutschen Grenze liegt, ist nun nach 43 Jahren endgültig vom Netz. Der Reaktor 2, wurde heute Nacht heruntergefahren, Reaktor 1 ist schon seit Februar vom Netz.

Das AKW geriet schon mehrfach wegen verschiedener Störfälle in die Kritik, zuletzt bei einem Zwischenfall 2014, der durchaus als Super-GAU hätte enden können.

Siehe auch den Artikel der DW.

 

25.05.2020

AKW Neckarwestheim, Reaktor 2 – Sicherheitsmängel durch Risse

Schon seit mehreren Jahren stehen die EnBW, die das AKW Neckarwestheim betreiben, wegen der zahllosen Risse in den Rohrleitungen der Dampferzeuger von Reaktor 2 in der Kritik. Bisher wurden diese bei der jährlichen Revision immer nur ausgebessert, bzw. geflickt, aber nie ausgetauscht.

Unabhängige Experten befürchten jedoch, dass genau diese maroden Rohre im laufenden Betrieb bersten und somit einen Super-GAU herbeiführen könnten, so dass nun mehrere Antiatomorganisationen von der Baden-Württembergischen Landesregierung fordern, dass die betroffenen Rohre entweder ausgetauscht werden sollen, bzw. der Reaktor nach Beendigung der laufenden Revision nicht wieder hochgefahren werden darf.

Der Reaktor 2, ein DWR, der 1989 in Betrieb ging, ist zurzeit zwecks jährlicher Revision vom Netz. Der Reaktor 1, ebenfalls ein DWR, der seit 1976 am Netz war, wurde im März 2011 stillgelegt. Der Reaktor 2 hingegen darf jedoch noch bis Ende 2022 betrieben werden.

Siehe dazu auch den Artikel und Video des SWR.

 

29.05.2020

Belgien erwägt Atommüllendlager nahe der deutschen Grenze

Laut der belgischen Föderale Agentur für radioaktive Abfälle (ONDRAF) wurden in Belgien sieben Standorte, die für ein mögliches Atommüllendlager in Frage kommen könnten, als „geeignet“ deklariert. Darunter befinden sich auf jeden Fall zwei Standorte nahe der deutschen Grenze an einem Naturschutzgebiet und Trinkwasserreservoir.

Siehe dazu auch den Artikel der Eifeler Presse Agentur.

 

24.05.2020

Nordkorea will Atomwaffenprogramm ausweiten

Jüngsten Berichten staatlich kontrollierter nordkoreanischer Medien zufolge will Machthaber Kim Jong Un, wie er es auf einer Militärkonferenz verlauten ließ, die nukleare „Schlagkraft des Landes verstärken“. „Es wäre eine höhere Alarmbereitschaft nötig“, so Kim Jong Un beim Treffen mit der Militärkommission. Gründe für die angeblich nötige erhöhte Alarmbereitschaft gegenüber der internationalen Gemeinschaft nannte er jedoch nicht.

Das international isolierte Nordkorea wurde aufgrund seines Atomwaffenprogramms bereits hart sanktioniert. Ungeachtet dessen hält Nordkorea jedoch weiterhin an seinem bisherigen Atomkurs fest. Auch die mit den USA im Februar geführten Verhandlungen zur nuklearen Abrüstung sind gescheitert.

Siehe dazu auch den Bericht der DW.

 

14.05.2020

AKW Philippsburg, Sprengung beider Kühltürme

Am stillgelegten AKW Philippsburg haben die Rückbauarbeiten bereits begonnen, so dass heute früh die Kühltürme beider Reaktoren gesprengt worden sind.

Der Reaktor 1 (SWR) war seit 1979, und der Reaktor 2 (DWR) seit 1984 am Netz. In den letzten Betriebsjahren häuften sich allerdings die Störfälle, so dass zumindest Reaktor 1 „nach Fukushima 2011“ auf Anordnung der Bundesregierung stillgelegt worden ist. Der Reaktor 2 war noch bis Ende 2019 am Netz.  

Siehe dazu auch den Artikel des SWR3.

 

10.05.2020

Waldbrände in Tschernobyl – immer noch Glutnester

Auch nach 5 Wochen seit dem Ausbruch sind die Waldbrände (antiatom-fuku berichtete) in der Sperrzone rund um das 1986 havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl noch nicht vollständig gelöscht. Weiterhin glimmen hier und dort noch Glutnester, die aufgespürt und gelöscht werden müssen. Zumindest haben aber die Regenfälle der vergangenen Tage die Löscharbeiten der Feuerwehr unterstützt.    

Laut den Behörden stelle die durch die Brände freigesetzte Radioaktivität, bzw. die aufgewirbelten radioaktiven Partikel, die mit dem Wind weiträumig verbreitet worden sind, keine Gefahr dar. So sei auch der Grenzwert nicht überschritten worden, hieß es. Unabhängige Experten und Umweltverbände sehen dies jedoch anders, zumal sehr wohl bedenkliche Grenzwerte erreicht worden sind.

 

26.04.2020

Reaktorkatastrophe Tschernobyl heute vor 34 Jahren und weiterhin akute Gefahr

Heute vor 34 Jahren ereignete sich im Reaktor 4 am AKW Tschernobyl eine heftige Explosion, wobei sehr viel Radioaktivität freigesetzt worden ist, die nicht nur die Umgebung, sondern fast ganz Europa kontaminierte. Die Informationen damals waren nur sehr spärlich und sickerten erst nach und nach durch. Die aus dem Gedächtnis vieler Leute verschwundene radioaktive Gefahr, die nun durch die seit drei Wochen anhaltenden Waldbrände in der Tschernobyl-Region (antiatom-fuku berichtete), wieder ins Bewusstsein gerückt sind, breitet sich mit den Rauchschwaden erneut aus. So haben die radioaktiven Rauchschwaden z.B. vor einer Woche die ukrainische Hauptstadt Kiew erreicht.

Siehe dazu auch die nachfolgenden Berichte:

Tschernobyl-Feuer lassen zum Jahrestag des Unglücks Ängste aufflammen (Salzburger Nachrichten)

Corona und Waldbrände: Angst in Tschernobyl (BR)

Von der Unfassbarkeit: Über Corona und Tschernobyl (BR)

Tagesschau, 20:00 Uhr-Sendung vom 29.04.1986 (Archivvideo)

Auswirkungen von Tschernobyl und Fukushima (antiatom-fuku)

 

19.04.2020

Weiterhin Waldbrand in Tschernobyl, Smog zieht über Kiew

Auch nach zwei Wochen bereitet die Löschung der Waldbrände in der Sperrzone rund um das 1986 havarierte AKW Tschernobyl weiterhin große Schwierigkeiten (antiatom-fuku berichtete). Immer wieder entfachen neue Brandherde und eine Rauchschwade, die in Richtung Süden, über die nur 70 km entfernte Großstadt Kiew hinwegzieht. Der Smog in Kiew hält sich schon seit mehreren Tagen. Laut den Behörden sei die Radioaktivität in Kiew nicht signifikant angestiegen und der Smog stelle auch keine Gefahr für die Bevölkerung dar. Ein Großteil der lokalen Bevölkerung und unabhängige Experten sehen das ganze jedoch skeptischer, zumal der Smog aus Tschernobyl sehr wohl aufgewirbelte radioaktive Partikel beinhaltet, die über die Atemwege sehr leicht inkorporiert werden können.  

Siehe dazu auch den Artikel der DW.

 

10.04.2020

Tschernobyl: Brand in der Sperrzone weiterhin nicht unter Kontrolle

Bereits seit einer Woche wütet ein verheerender Waldbrand in der 30-km-Sperrzone von Tschernobyl, der trotz Verstärkung der Feuerwehr noch nicht unter Kontrolle zu bekommen ist. Das trockene Wetter wirkt sich ebenfalls ungünstig auf die Bekämpfung des Feuers aus. Stärkere Regenfälle werden erst für den kommenden Dienstag erwartet. Zum Teil, vor allem in der Nähe des Brandherdes ist die radioaktive Strahlung dramatisch angestiegen.

Die Brände rund um das 1986 schwer havarierte AKW Tschernobyl waren am Samstag vor einer Woche ausgebrochen (antiatom-fuku berichtete). Nun besteht sogar der Verdacht, dass es sich hierbei um Brandstiftung gehandelt haben soll. Ein Verdächtigter wurde bereits festgenommen.  

 

06.04.2020

Waldbrände rund um Tschernobyl mit Anstieg der Radioaktivität

In der Sperrzone rund um das havarierte AKW Tschernobyl wüten bereits seit Samstag großflächige Waldbrände, wodurch die Radioaktivität deutlich angestiegen ist.

Am AKW Tschernobyl kam es am 26.04.1986 nach einer misslungenen Testreihe zur Explosion des Reaktors 4 mit großflächiger Ausbreitung der Radioaktivität, Europa mit inbegriffen.

Siehe dazu den ausführlichen Bericht mit Video des MDR.

 

23.03.2020

Nordkorea feuert erneut zwei Kurzstreckenraketen ab

Während die ganze Welt derzeit mit dem Coronavirus kämpft, hat Nordkorea am vergangenen Freitag, und auch schon zum dritten Male in diesem Monat, erneut zwei Raketen in Richtung japanisches Meer abgefeuert.

Siehe datzu den Artikel der DW.

 

21.02.2020

Frankreich, AKW Fessenheim geht vom Netz

Nach jahrelangem Druck aus Deutschland und der Schweiz geht heute Abend der Reaktor 1 am AKW Fessenheim endgültig vom Netz. Er wird, so der Betreiber EDF um 20:30 Uhr heruntergefahren. Im kommenden Juli wird dann auch Reaktor 2 endgültig abgeschaltet.

Anlass der seit langem bestehenden Kritik sind neben den allgemeinen Gefahren eines Atomkraftwerkes die immer weiter zunehmende Störanfälligkeit beider Reaktoren (beides DWR aus dem Jahr 1977), die schon seit 43 Jahren in betrieb sind und der Standort in einem erdbebengefährdeten Gebiet.

Die Nähe zur deutschen und schweizerischen Grenze, sowie die relativ dichte Besiedelung von knapp einer Million Leute im 30km-Umkreis des AKWs Fessenheim, die Großstädte Basel und Straßburg mit inbegriffen, wird ebenfalls als Kritikpunkt angeführt. Obwohl bei einer Sicherheitsüberprüfung, die 2012 von der französischen Atomaufsichtsbehörde durchgeführt worden ist, erhebliche Mängel festgestellt worden sind, wurde die Anlage bisher nicht stillgelegt.

In die Schlagzeilen geriet das AKW Fessenheim durch einen Störfall von 2014, dessen wirkliches Ausmaß erst 2016 ans licht kam. Dabei kam es nach einer Überflutung mehrerer Bereiche des AKWs durch fehlerhafte Befüllung eines Wasserreservoirs zu Problemen an einer der beiden Reaktoren, der dann notfallmäßig heruntergefahren werden sollte, was jedoch nicht sofort gelang. Die Navigation der Steuerstäbe funktionierte auf einmal nicht mehr, so dass eine Notborirung eingeleitet werden musste. Andernfalls hätte das in eine Kernschmelze gemündet.

 

16.02.2020

Plakataktion aus Südkorea warnt vor radioaktiver Olympiade

Umweltaktivisten der Gruppe VANK aus Südkorea machen aktuell mit einer Plakatausstellung auf die radioaktiven Probleme der Olympischen Spiele Tokyo 2020, die zum Teil auch in der Präfektur Fukushima stattfinden sollen aufmerksam.

Ausgestellt werden Plakate, die Sportler im Strahlenschutzanzug beim Olympischen Fackellauf zeigen. Das Feuer der Fackel wird gelblichgrün als nukleare Flamme dargestellt.

Die Gruppe will die koreanische Bevölkerung darauf aufmerksam machen, dass sowohl Teile des olympischen Fackellaufes, der am 26.03.2020 am J-Village, nahe des havariertem AKWs Fukushima Daiichi beginnt, als auch Teile der Wettkämpfe in den radioaktiv belasteten Gebieten stattfinden soll. Diese sind nämlich trotz durchgeführter Flächendekontamination weiterhin radioaktiv belastet und stellen somit eine gesundheitliche Gefahr dar.

Nicht nur in Südkorea, sondern auch in einigen Teilen der internationalen Gemeinschaft ist die Austragung der Olympischen Spiele im Umfeld der Reaktorruine und in Tokyo, das ebenfalls vom Fallout nicht verschont geblieben ist, sehr umstritten. Der Großteil der Weltbevölkerung, auch in Deutschland ist jedoch eher uninformiert und sieht bei der Austragung der olympischen Spiele Tokyo 2020 keine Zusammenhang mit der Reaktorkatastrophe von 2011 und dessen Gefahren.

 

08.01.2020

Iran: Erdbeben der Stärke 4,5 unweit vom AKW Buschehr

Kurz nach 5:00 Uhr heute Morgen ereignete sich ein Erdbeben der Stärke 4,5 bis 4,9 auf der Richter-Skala. Das Epizentrum lag nur 44 km vom AKW Buschehr entfernt. Bezüglich eventueller Schäden am AKW Buschehr wurde bisher jedoch noch nichts gemeldet.

Siehe dazu den Artikel von Spiegel online.   

 

01.01.2020

AKW Philippsburg endgültig vom Netz

Wie bereits angekündigt (antiatom-fuku berichtete), wurde der Reaktor 2 am AKW Philippsburg am gestrigen Silvesterabend um 18:55 Uhr heruntergefahren und bleibt nun endgültig vom Netz! Bei Reaktor 2 handelt es sich um einen DWR, der seit 1985 in Betrieb gewesen ist.

Die endgültige Abschaltung des Reaktors wurde im Rahmen der 13. Novelle des Atomgesetzes durch die Bundesregierung (CDU/SPD) beschlossen. Somit sind in Deutschland noch 6 Reaktoren (5 DWR und 1 SWR) an 6 AKWs am Netz, die bis Ende 2022 nach und nach abgeschaltet werden.

Der Anteil der erneuerbaren Energien ist seit 2011 zwar deutlich angestiegen, allerdings geriet der Ausbau aktuell ziemlich ins Stocken. 2000 lag der Anteil erneuerbarer Energien noch bei 7%, ist dann deutlich in die Höhe geschossen, so dass der Anteil nun bei 40% liegt. Der Anteil der Kernenergie konnte problemlos von 30% im Jahr 2000 auf aktuell etwa 12% gesenkt werden. Auch nach Abschaltungen weiterer AKWs sind keine Versorgungsengpässe zu befürchten.

Siehe dazu auch die weiteren Informationen zur Alternative für Atom und Kohle

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