Fuku Info - aus den japanischen Nachrichten

05.04.2020

Wochenrückblick Rückbau am AKW Fukushima

Die Entnahme der Brennelemente aus dem Abklingbecken von Reaktorblock 3 am havarierten AKW Fukushima Daiichi wurden seit dieser Woche wegen Wartungsarbeiten am Entnahmekran unterbrochen. Nach Beendigung der Wartungsarbeiten im Juni sollen dann die restlichen Brennelemente geborgen werden.

Der ehemals 120 Meter hohe Schornstein der Reaktorblöcke 1 und 2 wurde bereits auf 78 Meter rückgebaut. Die soll, da er von innen hochradioaktiv kontaminiert und wegen Korrosion akut einsturzgefährdet gewesen ist, auf die Hälfte, also auf 60 Meter rückgebaut werden. Die Rückbauarbeiten der restlichen 18 Meter dauern noch voraussichtlich bis Anfang Mai.

Die gesamten Rückbauarbeiten müssen aufgrund der hohen Radioaktivität unter größter Vorsicht erfolgen und werden über einen ferngesteuerten Kran mit speziellen „Schneidegerät“ durchgeführt.

 

30.03.2020

AKW Onagawa, Arbeiter bei Reaktorwartung radioaktiv kontaminiert

Am AKW Onagawa, Präfektur Miyagi, gelangten bereits am vergangenen Donnerstag bei einem Arbeiter (50), der für ein Subunternehmen im Reaktorblock 2 tätig ist, trotz der Schutzkleidung radioaktive Partikel auf die Haut, als er Ventile am Reaktor gereinigt hatte. Die Kontamination wurde dann beim Verlassen des Kontrollbereiches festgestellt. Als der Arbeiter am Folgetag einer Ganzkörperradioaktivitätsmessung (WBC) unterzogen wurde, wurde auch eine Inkorporation radioaktiver Partikel mit einer Dosis von 0,5 mSv festgestellt.

Laut den betreibenden Tohoku Elektrizitätswerken sei solch ein Zwischenfall bisher noch nie da gewesen. Die inkorporierte Dosis stelle angeblich auch keine gesundheitliche Gefahr dar, so der Betreiber.

Der Reaktor 2, ein SWR aus dem Jahr 1995, der sich seit November 2010 im Langzeitstillstand befindet, wurde im vergangenen Monat von der Atomaufsichtsbehörde NRA nach Beendigung der Sicherheitsüberprüfung für „sicher“ befunden und zur Wiederinbetriebnahme freigegeben (antiatom-fuku berichtete). Es sind lediglich noch ein paar kleinere Nachbesserungen und Wartungsarbeiten zu verrichten, die Freigabe durch die lokalen Behörden und der Präfekturverwaltung einzuholen. Nach Plänen der Tohoku Elektrizitätswerke soll der Reaktor dann 2021 wieder ans Netz gehen.  

 

26.03.2020

Nach Verschiebung der Olympischen Spiele wegen Corona – Fackellauf durch radioaktive Gebiete jedoch weiterhin angestrebt.   

Wie deutsche und japanische Medien bereits am 24.03.2020 berichteten, wurden die olympischen Spiele Tokyo 2020 auf 2021 verschoben (siehe Bericht der DW online). Auch der olympische Fackellauf, der heute am Sportzentrum J-Village, 20 km südlich vom havarierten AKW Fukushima Daiichi starten sollte, wurde auf den kommenden Sommer verschoben. Als Grund, was auch absolut nachvollziehbar und schon überfällig gewesen ist, wurde die weltweite Corona-Pandemie angeführt. Die radiologische Situation hingegen, vor allem im Umfeld der Reaktorruine, bleibt bei den Entscheidungsträgern IOC und japanische Regierung jedoch völlig außen vor.  

So soll der Fackellauf weiterhin, wie geplant, über drei Streckenabschnitte durch radioaktiv kontaminierte Gebiete führen. Das „wieder instand gesetzte“ J-Village diente über mehrere Jahre als Stützpunkt für die AKW-Arbeiter und Atommüllzwischenlager (antiatom-fuku berichtete).

Hierzu haben Insider Radioaktivitätsmessungen entlang der Strecke durchgeführt, Bodenproben analysiert und hohe Cäsiumwerte gemessen, die nämlich alles andere als „bedenkenlos“ sind. Siehe dazu folgendes Video (12 Min., englischer Untertitel).

Das Olympische Feuer als solches hingegen soll aller Voraussicht nach in der Präfektur Fukushima „ausgestellt“ werden, und hatte am Ankunftstag schon zahllose Zuschauer, angelockt, was in Zeiten der Corona-Pandemie jedoch eher verantwortungslos ist. Außerdem vermuten unabhängige Beobachter, dass das „ausgestellte“ Olympische Feuer „nach Corona“ weitere Schaulustige, bzw. Touristen in die Präfektur Fukushima locken soll, um das Gefühl zu geben, dass Fukushima wieder „sicher“ sei.  

 

25.03.2020

Wochenrückblick: AKW Fukushima weiter im Rückbau

Am havariertem AKW Fukushima Daiichi, sollen bald auch die zuleitenden Rohre des Abluftschornsteins der beiden Reaktoren 1 und 2, der sich zurzeit im Rückbau befindet, entfernt werden. Aktuellen Untersuchungen zufolge, weisen diese jedoch eine hohe radioaktive Strahlung von 4 Sv/h und mehr auf! Über diese Rohre wurde im März 2011 zwecks Druckentlastung (Venting) der havarierenden Reaktoren hochradioaktive Luft aus dem Reaktordruckbehälter zum Schornstein geleitet und in die Atmosphäre entlassen.

Hier wird nun über die Vorgehensweise beim Rückbau, der Ende des Jahres beginnen soll, beraten.

Die Bergung der Kernschmelzen der Reaktoren 1 bis 3 ist für 2024 vorgesehen. Weitere Erkundungsarbeiten zur Datensammlung sind für 2021 vorgesehen.

Aus dem Abklingbecken von Reaktor 3 wurden bereits 105 von 566 Brennelementen entnommen und in das Zusatzabklingbecken, das sich auf dem Gelände befindet transportiert (Stand: 13.03.2020). Diese Arbeiten sollen bis März 2021 abgeschlossen sein.

 

21.03.2020

Olympische Spiele Tokyo 2020, Coronavirus – Druck wächst auf IOC

Wegen der immer weiter sich ausbreitenden Corona-Pandemie wächst der Druck auf die japanische Regierung und das IOC, die bisher, entgegen aller Empfehlungen von Gesundheitsexperten, unter keinen Umständen die olympischen Spiele absagen, bzw. verschieben wollen.

So zeigen sich international auch immer mehr Sportler, die bereits für die Olympischen Spiele vorgesehen sind, und dessen Sportverbände verunsichert in Anbetracht der gegenwärtigen Situation.

Schon „vor Corona“ hatten unabhängige Experten dringend davon abgeraten, die Olympischen Spiele in Tokyo, vor allem in der Präfektur Fukushima, wo ein Teil der Spiele ausgetragen werden soll, abzusehen. Der Grund dafür war bis Dato jedoch „nur“ die radiologische Situation in der Präfektur Fukushima. So sollen nämlich Teile der Spiele in Fukushima Stadt und Umgebung stattfinden, wo aufgrund der Reaktorkatastrophe von 2011 noch zahlreiche radioaktive Hotspots vorhanden sind. Der olympische Fackellauf, der am kommenden Donnerstag starten soll, führt sogar durch die ehemalige Sperrzone rund um das havarierte AKW Fukushima Daiichi (antiatom-fuku berichtete).

Mit der teilweisen Austragung der Olympischen Spiele und den Beginn des Fackellaufes in der Präfektur Fukushima wollte die japanische Regierung um Ministerpräsident Shinzo Abe der Welt „Normalität“ in Fukushima vorspiegeln, den Eindruck erwecken, dass die Reaktorkatastrophe nun „behoben“ sei und der Wiederaufbau gut vorangeschritten ist. Allerdings wird es jetzt immer wahrscheinlicher, das „Corona“ Abe einen dicken Strich durch die Rechnung machen könnte, zumal auch die japanische Bevölkerung immer skeptischer gegenüber den Plänen der Regierung und des IOC wird, die die Olympischen Spiele trotz „Corona“ um jeden Preis durchführen wollen.

Auch in Anbetracht, dass die Kosten für die Olympischen Spiele schon sieben Mal höher ausgefallen sind als zuvor berechnet, würde sich Abe gegenüber der Bevölkerung noch unglaubwürdiger machen.

Allerdings führen nur die wenigsten der kritischen Stimmen, die dafür plädieren die Olympischen Spiele Tokyo/Fukushima 2020 abzusagen, die radiologische Situation als Begründung für das Aussetzen der Spiele an. Die immer noch gefährlich erhöhte Radioaktivität in Teilen der Präfektur Fukushima wird sogar, auch von deutschen Behörden, eher verharmlost, so dass „nur“ die Corona-Pandemie als alleiniges Ausschlusskriterium infrage kommt.

 

16.03.2020

AKW Sendai, Reaktor 1 wegen Nachbesserung im Terrorschutz vom Netz

Heute wurde der Reaktor 1 am AKW Sendai, Präfektur Kagoshima, wie von der Atomaufsichtsbehörde NRA angeordnet, heruntergefahren. Grund dafür ist die Durchführung der von der NRA geforderten Nachbesserungen bezüglich des Terrorschutzes, die von den betreibenden Kyushu Elektrizitätswerken jedoch nie erbracht worden sind und nun nachgeholt werden müssen.

Hier hatten die Kyushu Elektrizitätswerke, wie auch die anderen betroffenen Stromkonzerne einfach die Frist verstreichen lassen, ohne die gesetzlich geforderten Nachbesserungen zu erbringen. In Anbetracht dessen griff die NRA nun im vergangenen Sommer zu drastischen Maßnahmen, womit die Betreiber jedoch absolut nicht gerechnet hatten (antiatom-fuku berichtete). Die neuen Fristen für die Erbringung der Nachbesserungen an den jeweiligen Reaktoren wurden durch die NRA verbindlich terminiert. Bei Nichteinhaltung droht die NRA mit Betriebsverbot.

Neben den Nachbesserungsarbeiten wird nun auch die jährliche Routinewartung des Reaktors 1 am AKW Sendai, die eigentlich erst in November fällig wäre, vorgezogen. Laut den Kyushu Elektrizitätswerken dauern die Arbeiten etwa 9 Monate, so dass der Reaktor Mitte Dezember wieder hochgefahren werden kann.

Der Reaktor 2, wo man ebenfalls hat die Frist verstreichen lassen, wird am 20.05.2020 heruntergefahren. Auch am AKW Takahama, Präfektur Fukui haben die betreibenden Kansai Elektrizitätswerke die Frist einfach verstreichen lassen, so dass auch hier an beide Reaktoren die Nachbesserung für den Terrorschutz nachgeholt werden muss. Demnach soll der Reaktor 3 am 02.08. und der Reaktor 4 am 07.10.2020 zwecks Nachbesserung vom Netz.  

 

14.03.2020

Futaba, Bahnstrecke nahe am AKW Fukushima wieder in Betrieb

Am heutigen Samstag wurde das in der ehemaligen Sperrzone gelegene letzte Teilstück der Joban-Bahnlinie für den regulären Betrieb wieder freigegeben. Das besagte Teilstück der Bahnstrecke, also vom Bahnhof Tomioka bis Namie, führt in nur 1,5 km Entfernung am havarierten AKW Fukushima Daiichi vorbei! Der Evakuierungsbefehl für Futaba, wo heute der erste Zug nach 9 Jahren seit Beginn der Reaktorkatastrophe feierlich im neu errichteten Bahnhof empfangen worden ist, wurde bereits Anfang des Monats aufgehoben. Laut den lokalen Behörden und der betreibenden Japan Rail (JR) sei die Wiederinbetriebnahme der Streckenabschnitte, die durch die ehemalige 20-Sperrzone führen bedenkenlos vertretbar, da diese Gebiete nach einer Flächendekontamination von der Regierung wieder freigegeben worden sind. Umweltexperten, sowie viele lokale Bürger stehen dem jedoch eher kritisch gegenüber, da unabhängige Messungen weiterhin erhöhte Strahlenwerte, bzw. regelrechte Hotspots mit recht hoher Radioaktivität zeigen. Zudem fährt die Bahn sehr nahe (1,5 km) am havarierten AKW Fukushima Daiichi vorbei, das in Vorbeifahren sogar gut zu sehen ist.  Die beiden wiedererschlossenen Bahnhöfe Ono und Futaba liegen jeweils nur ca. 3,6 km vom AKW Fukushima Daiichi entfernt.

 

11.03.2020

Nordostjapan, die große Dreifachkatastrophe – neun Jahre danach

Das große Tohoku-Erdbeben mit Reaktorkatastrophe am AKW Fukushima Daiichi jährt sich heute zum 9. Male. Damals ereignete sich um 14:46 Uhr das große Erdbeben in Nordostjapan, ein nachfolgender Tsunami und die Reaktorkatastrophe mit dreifacher Kernschmelze am AKW Fukushima Daiichi. Das Erdbeben, das eine Stärke von 9,0 auf der Richter-Skala aufwies, war das bisher schwerste in der Geschichte Japans. Der Tsunami überflutete eine Fläche von 470 km². Mehr als 260 küstennahe Ortschaften wurden zerstört. Nahezu 20.000 Leute kamen durch den Tsunami ums Leben. Mehr als eine halbe Millionen Menschen wurden evakuiert, bzw. flüchteten „freiwillig“. Häuser, die nach dem Erdbeben und Tsunami noch intakt geblieben schienen, mussten aufgrund der radioaktiven Verseuchung verlassen werden. Hunderttausende verloren ihre Heimat. Um das havarierte AKW Fukushima Daiichi herum entstanden Geisterdörfer, die für mehrere Jahrzehnte (eigentlich) nicht mehr bewohnbar sind. Diese Gebiete, die auf Anordnung der Regierung „revitalisiert“ werden sollen, werden zwecks Senkung der Radioaktivität, einer Flächendekontamination durch Abtragen der obersten Erdschicht unterzogen.

Etwa 22 Mio. m³ radioaktives Erdreich, lagert in den berüchtigten schwarzen Säcken überall in der Landschaft, in den provisorischen Zwischenlagern, oder wurde schon im Straßen- und Dammbau „wiederverwertet“. 

Es wird weiterhin konsequent versucht, die Leute zur Rückkehr in ihre immer noch radioaktiv belastete Heimat zu bewegen. Ende dieser Woche wird sogar das letzte noch unterbrochene Teilstück der Joban-Bahnlinie wieder befahren, das nahe am havarierten AKW Fukushima Daiichi drei Ortschaften in der ehemaligen Sperrzone miteinander verbindet.  

Die Dekontaminationsmaßnahmen wirken aber nur kurzfristig, da laufend neue radioaktive Partikel mit Wind und Regen herangetragen werden. Alle Flächen außerhalb von Wohngebieten und landwirtschaftlichen Nutzflächen, Wälder etc. wurden nicht dekontaminiert und weisen somit eine deutlich höhere Strahlung als die dekontaminierten Gebiete auf.

Da nicht zu Unrecht gesundheitliche Folgen befürchtet werden, hält sich die Rückkehrbereitschaft in die radioaktiv belastete Heimat, vor allem bei Familien mit Kindern sehr stark in Grenzen. In der Stadt Iitate, die nur 30 km vom havarierten AKW entfernt liegt und sehr stark radioaktiv verseucht worden ist, sind nach der Flächendekontamination bisher „nur“ 10% der ehemaligen etwa 6000 Einwohner zurückgekehrt (Stand: 06/2019).

Zum Gedenken der Opfer der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe finden heute vielerorts in der Tohoku-Region Gedenkfeiern statt, worin auch der Wiederaufbau mit zahllosen Neubauprojekten, vor allem in der Präfektur Fukushima zelebriert werden, wobei die Betroffenen der Atomkatastrophe und die andauernden Folgen in den offiziellen Feiern schon mal gerne außen vor bleiben.  

 

09.03.2020

Umfrage: 86% halten weitere Atomkatastrophen für sehr realistisch

Nach einer repräsentativen landesweiten Umfrage zum Thema „Atomunfälle im Zusammenhang mit Naturkatastrophen, bezugnehmend auf die große Dreifachkatastrophe von März 2011, die das Amt für Statistik am 29.02. und 01.03.2020 durchführte, sind 84% der Befragten fest davon überzeugt, dass sich solch eine Atomkatastrophe wie in Fukushima jederzeit durchaus wiederholen kann. 56% der Befragten glauben nicht, dass sich die „Sicherheit“ an den AKWs seit Fukushima, die sich übermorgen, am 11.März zum 9. Male jährt, gebessert hätte.  

 

08.03.2020

AKW Onagawa, Reaktor 2 – Wiederinbetriebnahme nicht vor 2021

Wie die betreibenden Tohoku Elektrizitätswerke Ende dieser Woche mitteilten, wird der Reaktor 2, ein SWR, der am 26.02.2020 von der Atomaufsichtsbehörde NRA für „sicher“ befunden und freigegeben worden ist (antiatom-fuku berichtete), voraussichtlich erst ab 2021 wieder in Betrieb genommen. Grund dafür sind noch ausstehende Nachbesserungen, die noch erbracht werden müssen, z.B. in Sachen Notfallplan und Evakuierung für den Fall einer nuklearen Notfallsituation. Hier hatte im vergangenen November auch eine Bürgerinitiative vor den Amtsgericht Sendai (Nord) geklagt, die gerichtlich erwirken wollte, dass die Präfekturverwaltung Miyagi keine Genehmigung zur Wiederinbetriebnahme erteilt.

Die noch ausstehende Genehmigung der Lokalbehörden, sowie der Präfekturverwaltung wird stets unmittelbar vor der geplanten Wiederinbetriebnahme des Reaktors, die noch nicht genau terminiert worden ist, beantragt werden.  

 

04.03.2020

Präfektur Fukushima, Joban-Bahnlinie, radioaktiv kontaminierte Züge

Bei einer Studie der JR-Eisenbahngewerkschaft Mito, die am 29.02.2020 veröffentlicht worden ist, kam heraus, dass Züge der Joban-Bahnlinie mit radioaktiven Staubpartikel belastet sind. Hierzu wurden „Probefahrten“ durch die Sperrzone getätigt, und anschließend die Filter der Getriebekühlung untersucht, wobei eine radioaktive Belastung nachgewiesen worden ist, die 23 Mal höher lag als „normal“. In einer Probe lag der Cäsium137-Wert sogar bei 2350 Bq/kg.

Die Joban-Bahnlinie führt über 300 km von Tokyo in Richtung Norden, über Mito und Iwaki, entlang der Küste, am AKW Fukushima Daini und Daiichi vorbei bis Sendai (Nord), Präfektur Miyagi. Nach der großen Dreifachkatastrophe von März 2011 war die Joban-Bahnlinie an mehreren Stellen unterbrochen, die dann nach und nach wieder instandgesetzt worden sind (antiatom-fuku berichtete). Knapp 21 km der Bahnlinie führen jedoch durch die Sperrzone, vorbei am havarierten AKW Fukushima Daiichi. Nachdem aber der Evakuierungsbefehl in der Sperrzone schrittweise wieder aufgehoben worden ist, soll ab dem 14.03.2020 auch dieser Abschnitt wieder freigegeben werden, so dass die Bahnlinie wieder auf der gesamten Strecke im regulären Tackt befahren wird.

Die JR-Eisenbahngewerkschaft, die der Japan Rail (JR) die Messdaten vorlegte, forderte mehr Sicherheit für die betroffenen Mitarbeiter, vor allem für diejenigen, die in der Wartungshalle mit der Reinigung der betroffenen Züge, Filter etc. betraut sind. Denn hier besteht eine hohe Gefahr von Inkorporation radioaktiver Partikel bei unzureichender Schutzkleidung. Auch die Lokführer, die diese Streckenabschnitte bedienen, sind einer radioaktiven Kontamination ausgesetzt.

 

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Nachrichtenarchiv und Quellen der Nachrichten

Weiter zurückliegende Nachrichten sind im Archiv zu finden.

 

Die Quellen der japanischen Nachrichten:

NPJ News, atombezogene Nachrichten aus ganz Japan, berichtet sehr objektiv und wahrheitsgemäß.

Tokyo shinbun, eine japanische Tageszeitung, die sehr realitätsnah und unzensiert berichtet.

Mai nichi shinbun, eine japanische Tageszeitung, die ebenfalls sehr wahrheitsgetreu berichtet.

NHK  ein großer japanischer Fernsehsender

Asahi shinbun  eine große japanische Tageszeitung

47news atombezogene Nachrichten aus ganz Japan

Täglicher Zustandsbericht am AKW Fukushima Daiichi, der durch den Betreiber Tepco erstellt wird.

Täglicher Zustandsbericht am AKW Fukushima Daiichi, aus dem Jahr 2019

Täglicher Zustandsbericht am AKW Fukushima Daiichi, aus dem Jahr 2018

Täglicher Zustandsbericht am AKW Fukushima dai ichi, aus dem Jahr 2017

Täglicher Zustandsbericht am AKW Fukushima dai ichi aus dem Jahr 2016 und den Jahren zuvor.